Kompetenznetzwerk Kopfschmerzen Behandlungsablauf

Behandlungsablauf

Am Anfang jeder sinnvollen Therapie stehen nach einem ersten Gespräch sehr ausgiebige und umfassende zahnärztliche und physiotherapeutische Untersuchungen, die das Fundament für die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit von Therapeut und Patient bilden. Mit unserem ganzheitlichen Ansatz gehen wir den Ursachen für Ihre Schmerzen intensiv auf den Grund – dank modernster technischer Mittel bleibt die Behandlung dabei stets schonend und einfühlsam. Auf die zahnärztliche Erstuntersuchung folgt im zweiten Schritt der Diagnostik eine com-putergestützte opto-elektronische Vermessung der Kiefergelenke. Bei der anschließenden Therapie kommt dann in der Regel eine weitgehend unsichtbare Aufbissschiene zum Einsatz, mit deren Hilfe die Elemente der Halswirbelsäule in ihre Normalfunktion zurückversetzt werden – so werden die gesunden Gelenkverhältnisse fixiert, die Körperstatik wird verbessert und die fehlerhafte Reizverarbeitung im Gehirn dauerhaft reduziert. Sie werden es fühlen!


Ein weiteres Hauptgewicht der Therapie liegt zudem auf den speziellen physio-therapeutischen Anwendungen nach der CSC-Methode (=Link). Hierfür werden Sie viel Zeit einplanen müssen, denn hier wird vorrangig die Kopf-Hals-Übergangsregion behandelt, die auch den größten dys-funktionellen Input in die betroffenen Gehirnstrukturen liefert und somit die Schmerzen auslöst. Selbstverständlich muss der ganze Körper in die Therapie mit einbezogen werden, und je nach Reaktionsweise können im Verlauf der Therapie Feineinstellungen und Anpassungen nötig sein. Doch keine Sorge: Anfangs werden Sie zwar häufiger therapeutische Sitzungen haben, danach wird es ausklingend weniger. Nach anhaltender Linderung der Beschwerden kann dann zahnärztlich ein definitiver Ersatz für die Aufbissschiene angestrebt werden, das heißt, die Schiene kann durch prothetische oder kieferorthopädische Maßnahmen, durch Einschleif-maßnahmen oder auch durch eine Kombination der angeführten Möglichkeiten ersetzt werden. Möchten Sie dies nicht, kann die Schiene, ähnlich wie eine Brille, immer oder zumindest nachts getragen werden. Nach Abschluss der aktiven Therapiephase sollte, auch bei völliger Beschwerdefreiheit, ein bis zwei Mal pro Jahr eine Kontrolle erfolgen.


Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam dafür sorgen können, dass es Ihnen schon bald bessergehen wird. Sollten die beschriebenen therapeutischen Bemühungen jedoch einmal nicht zu dem gewünschten Erfolg führen, werden weitere ärztliche Disziplinen des Netzwerks hinzugezogen. Geben Sie sich und uns die Zeit – es lohnt sich.